Einzeltherapien

Einzeltherapie-Kinder-Praxis-Schneider-KoelnVerhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie macht sich Lernprozesse zunutze, um entweder neue Verhaltensweisen zu erlernen oder unerwünschtes Verhalten zu vermindern. Dabei können eine Vielzahl von Methoden zum Einsatz kommen. Hier seien aus Platzgründen nur einige Beispiele genannt: die Analyse, welche Faktoren das unerwünschte Verhalten aufrechterhalten; das Einüben neuer Verhaltensweisen z. B. im Rollenspiel oder live möglicherweise auch außerhalb der Praxis; Belohnungsverfahren; Erlernen von Techniken zur Stärkung des Selbstbewusstseins; schrittweiser Abbau von Ängsten; Achtsamkeitsübungen, um sich eigener Gefühle bewusster zu werden; Stressmanagment; Techniken zur Verbesserung der Impulskontrolle. Neben Dr. Schneider und Frau Tenhaken kooperieren wir mit mit weiteren Verhaltenstherapeuten (siehe unter Kooperationspartner). Die Wartezeiten für einen Verhaltenstherapieplatz sind in unserer Praxis ungefähr genauso lang wie bei vielen anderen Psychotherapiepraxen (ca. 1-6 Monate). Dies liegt daran, dass ein Psychotherapieplatz in der Regel 1-1,5 Jahr belegt ist und daher leider nur in gewissen Abständen neue Plätze frei werden. Für diese Plätze gibt es eine Warteliste, wir bemühen uns jedoch, so schnell wie möglich einen Behandlungsplatz zur Verfügung zu stellen.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR findet in der Regel im Rahmen einer langfristig angelegten Psychotherapie nach ausreichender vorheriger Stabilisierung des Patienten bzw. der Patientin statt und wird zur Verarbeitung von Traumata oder belastender Lebensereignisse eingesetzt. Zentrales Element der EMDR-Behandlung sind die geleiteten Augenbewegungen – auch bilaterale Stimulation genannt. Die Patientin bzw. der Patient erinnert sich an die traumatische Situation bzw. das belastende Ereignis und folgt dabei den Fingern des Psychotherapeuten mit den Augen, während der Behandelnde die Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Alternativ kann der Behandelnde auch Töne einsetzen oder z.B. die Handrücken der Patientin bzw. des Patienten berühren. In der Regel leitet der Behandelnde während einer Sitzung mehrere Sequenzen der Augenbewegungen an, die eine halbe bis eine Minute dauern. Das belastende Ereignis verblasst Stück für Stück und die Symptome verändern sich zum Positiven. Die Patienten lernen, mit den alten Erinnerungen umzugehen und eine neutralere Perspektive auf das Geschehen zu entwickeln.

Einen Kurzfilm auf Englisch/Holländisch, der die Therapieform in schematisierter Form demonstriert (Titel: EMDR with children 12 – 18), finden Sie unter: www.youtube.com/watch?v=reTfv-E9tog.

weitere Infos siehe unter: www.emdria.de.

Systemische Therapie (mit überwiegend Einzelsitzungen)

Die systemische Therapie versteht das Verhalten und Erleben des Einzelnen in Abhängigkeit vom Kontext, d.h. der Familie, des Freundeskreises oder der Schule. Die Beziehungen und Interaktionen des Kindes oder Jugendlichen mit dessen  Bezugspersonen stehen daher hier im Mittelpunkt. Es wird versucht, die unterschiedlichen Perspektiven und Sichtweisen aller beteiligten Personen herauszuarbeiten und im gemeinsamen Gespräch zu klären.

Gestalttherapeutisch orientierte Therapie

Die Gestalttherapie zielt darauf, den Kontakt zu sich selbst und zur Umwelt zu fördern, bestehende Kontaktstörungen zu überwinden und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Existenz wird als Ausdruck eines sinnvollen Ganzen gesehen. Im Mittelpunkt der gestalttherapeutischen Methode steht die Entwicklung und Verfeinerung des „Gewahrseins“ (deutsche Übersetzung des englischen Begriffs „awareness“). „Gewahrsein“ meint die bewusste Wahrnehmung aller gerade vorhandenen und zugänglichen Gefühle, Empfindungen und Verhaltensweisen einer Person.